Am 14.6.2026 fand diese Traditionswanderung zum 36. Mal statt. Das Thema ist hier immer „Schlägel und Eisen“, da es hier eine lange Bergbau-Geschichte gibt. Im Burgstädter Wanderkalender ist Schwarzenberg eine feste Größe. Auch in diesem Jahr waren wir wieder zahlreich vertreten. 6 Wanderfreunde wählten die (geführten) 8 km, 12 Leute entschieden sich für die 12,5 km und 7 nahmen die 22 km in Angriff. Die 8 bzw. 12,5 km-Wanderer fuhren um 7.30 Uhr mit der Citybahn bis Zwönitz. Die 22 km-Wanderer starteten bereits 1 Stunde früher. Danach ging es für uns mit dem Bus nach Schwarzenberg. Start war traditionell an der „Ritter Georg“ Halle. Die Teilnehmer der 8 km-Wanderung erlebten eine interessante Runde um Schwarzenberg mit sachkundiger Führung. Unsere 12,5 km-Wanderung begann mit dem Weg durch die Stadt, welche wir über Feldwege aber bald hinter uns ließen. Auf einer Anhöhe hatte man noch einen schönen Blick auf den Ortsteil Grünstädtel. Über mehrere Anstiege erreichten wir den höchsten Punkt der Wanderung, den „Knochen“ (551 m hoch). Vorbei am Ort Langenberg wanderten wir Richtung Waschleithe. Auf der Elterleiner Straße, sowie über Waldwege kamen wir zum Schaubergwerk „Herkules Frisch Glück“. Dies ist Sachsens ältestes Besucherbergwerk, bereits seit 100 Jahren geöffnet. Dessen ehemalige Bergschmiede erwartete uns als Kontroll- und Verpflegungsstelle. Weiter ging es Richtung Köhlerhütte-Fürstenbrunn (seit dem 19. Jahrhundert als Ausflugsziel bekannt). Danach wanderten wir auf dem Bergbau-Lehrpfad „Fröbesteig“. Dabei passierten wir ehemalige Fundgruben aus historischer Zeit. Der Bergbau prägte die Region seit dem 12. Jahrhundert. Das Revier gehört heute zur „Montan-Region Erzgebirge“ und somit zum UNESCO-Welterbe. Anfangs wurde vorrangig Silber und Zinn abgebaut, später vor allem Eisenerz in großen Mengen für die ortsansässigen Hammerwerke. Die Grube „Gelbe Birke“ war dabei ein wichtiger Fundort (von 1655 bis 1914 in Betrieb, ab 1926 Übernahme durch die Stadt zur Trinkwasser-Gewinnung). Unser Wanderweg war zugleich Teil des „Fürstenrundweges“. Dieser führt vorbei an Stätten des historischen Prinzenraubes durch Kunz von Kaufungen um 1455. Über einen Steilabstieg und über Feldwege näherten wir uns schließlich wieder Schwarzenberg und kamen ins Ziel, der „Ritter Georg“-Halle. Mit einem Imbiss ließen wir den Wandertag ausklingen. Vielen Dank an die Veranstalter für die gute Organisation der Touren und das Verpflegungsangebot.

Wir sind bestimmt auch 2027 wieder dabei. Mit dem Bus fuhren wir nach Aue und mit der Citybahn zurück nach Burgstädt. Vielen Dank an unseren Wanderleiter Claus Colditz für die Navigation der 12,5 km-Strecke.

 

Ute Möller